Verwendung des Google Traffic Estimators zur Domainbewertung

Google bietet mit dem Traffic Estimator ein tolles Tool an, das dabei helfen kann das Potenzial von Domains zu erkennen. Es zeigt, wie oft nach einem bestimmten Keyword (oder einer Wortkombination) monatlich bei Google gesucht wird. Eigentlich für AdWords-Kunden gedacht, zeigt das Tool auch an, wie teuer es ist bei diesem Keyword Werbung zu schalten. Diese Werte sind zwar nur geschätzt, dürften jedoch sehr nahe an der Realität sein und sind perfekt dafür geeignet zu erkennen, ob es sich lohnt eine Domain zu registrieren oder zu kaufen.

Prinzipiell kann man sagen, dass ein Keyword welches in der Suchmaschine nicht gesucht wird auch als Domain schwierig zu vermarkten ist. Hier lohnt sich auch keine Projektierung, da es keine User gibt die am dazugehörigen Inhalt interessiert sein könnten. Ausnahmen gibt es natürlich bei Zukunftsdomains (z.B. neuartige Technik) für die Google noch keine Statistiken hat, die aber möglicherweise mittelfristig stark gefragt sein können. In diesem Fall ist der Traffic Estimator nicht das richtige Werkzeug.

Richtige Bedienung des Google Traffic Estimators

Achtung: Um beim Traffic Estimator exakte Werte zu erhalten ist es notwendig das Keyword in eckigen Klammern zu schreiben (z.B. [Motorrad] oder [Computerspiele]), sonst werden auch ähnliche Wörter (wie die Einzahl/Mehrzahl-Version) mitgezählt, die den Wert verfälschen. Dies ist unbedingt notwendig wenn man das Tool dazu benutzt das Domainpotenzial zu erkennen.

Je nach Zielgruppe und Domainendung stellt man den passenden Standort ein. Für eine .de Domain wird als Standort Deutschland gewählt, für .at Österreich und bei .ch die Schweiz. Bei deutschsprachigen .cnobi Domains kann man auch mehrere Standorte kombinieren, je nachdem wo man seinen Zielmarkt sieht. Diese Einstellungen betreffen das Ergebnisfeld Monatliche lokale Suchanfragen. Bei Monatliche globale Suchanfragen werden alle Anfragen von allen Ländern in denen Google seine Suchmaschine anbietet gewertet.

Auswertung der Ergebnisse

Der Wert der lokalen Suchanfragen sollte hier mindestens über 2000 liegen, erst dann kann sich eine Projektierung lohnen. Ist der Wert geringer, gibt es nur wenig Interesse an diesem Suchbegriff und somit vermutlich auch nur eine geringe Anzahl an potentiellen Käufer für diese Domain.

Die Kosten per Click (Schätzung zum durchschn. CPC) zeigen, wie viel es kostet AdWords Anzeigen bei diesem Keyword zu schalten. Anders gesagt, wieviel man mit Adsense Werbeschaltungen verdienen kann (dieser Wert ist natürlich geringer als der angezeigte, da Google ja auch noch etwas verdienen will). Dieser Wert sollte mindestens bei 20 Cent liegen wenn man die Domain projektieren möchte. Ist der Wert geringer deutet dies darauf hin, dass es sich um einen weniger lohnenden Themenbereich handelt, ein Domainverkauf ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Interessant ist auch noch die Anzeige der geschätzten täglichen Klicks, bei denen Google versucht vorherzusagen, wie klickfreudig die Suchenden bei dem jeweiligen Keyword sind. Für Webseitenbetreiber ist dieser Wert nicht so aussagekräftig, da hier noch vieles von der Positionierung und Optimierung der Werbeanzeigen abhängt.

Fazit

Vor allem für Projektierer ist dieses Tool unerlässlich, da hier vorab schon gesagt werden kann ob sich ein Projekt überhaupt lohnen würde. Aber auch für reine Domainhändler ist das Keyword Tool eine einfache Möglichkeit zu erkennen wie stark das Interesse an der einer Domain sein könnte, denn da die Domain ein wichtiges Kriterium für die Suchmaschinenoptimierung ist, sind viele Projektierer auch potentielle Kunden.

Doch auch dieses Tool ist kein Allheilmittel, sondern solle nur als Anhaltspunkt dienen.